Artikel erstellt in Partnerschaft mit E. Leclerc
Man neigt dazu, es zu vergessen, aber die Katze ist kein kleiner Allesfresser. Sie ist ein Striktkarnivore mit sehr speziellen Bedürfnissen.
Ihr Organismus braucht im Wesentlichen Proteine und Fette tierischen Ursprungs. Das bildet die Grundlage ihrer Ernährung. Anders als der Hund ist sie außerdem von einer bestimmten Aminosäure, Taurin, abhängig, die sie nur in ausreichender Menge in tierischem Gewebe findet.
Ihre Ernährung mit Trockenfutter sollte sich daher idealerweise an der Zusammensetzung einer Beute orientieren: reich an tierischen Proteinen, mäßig an Fetten und arm an Stärke.
In der Realität weicht manches industrielle Trockenfutter noch davon ab. Wie liest man die Etiketten, um die beste Wahl an Katzentrockenfutter zu treffen?
1. Ausreichend Proteine … aber vor allem von guter Qualität
Die europäischen Empfehlungen legen ein Minimum von etwa 25 % Protein fest. In der Praxis ist das unzureichend. Für eine Katze sollte man 35 % oder mehr anstreben, mit einem überwiegenden Anteil an Proteinen tierischen Ursprungs.
Es gilt außerdem, wenn möglich, zwei Indikatoren zu betrachten, die Aufschluss über die Qualität des verwendeten Proteins geben:
- der PPP (protido-phosphorisches Verhältnis): er sollte idealerweise über 35 liegen,
- das PCR (protido-kalorisches Verhältnis), das bei einer kastrierten Katze über 87 liegen sollte (und sogar bei 100 für die sesshafteren)
2. Ausgewogene Mineralstoffe zum Schutz der Nieren
Sie sind nicht zu vernachlässigen und entscheidend für die Nierengesundheit von Katzen, die oft empfindlich ist. Ich empfehle Ihnen, auf die folgenden Kriterien zu achten:
- die Rohasche: idealerweise < 9 %
- der Phosphor: zwischen 0,7 und 1,1 %
- das Kalzium: um 1 %
- ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis: größer als 1
Ein Überschuss an Phosphor beispielsweise stellt einen Risikofaktor für die Nieren von Katzen dar.
3. Kohlenhydrate und Fette: auf ihre Menge achten
Die Katze hat keinen ernährungsphysiologischen Bedarf an Kohlenhydraten. Man sollte ihren Anteil also begrenzen (idealerweise auf etwa 20–25 %).
Was die Fette betrifft, ist ein Gehalt zwischen 9 und 12 % interessant, insbesondere bei kastrierten Katzen.
Achtung vor dem Trend zu „getreidefreiem“ Trockenfutter in den letzten Jahren. Es ist nicht unbedingt besser geeignet: Getreide wird häufig durch Hülsenfrüchte ersetzt, die ebenfalls reich an Stärke sind und das Verdauungssystem reizen können.
4. Ballaststoffe und Energiezufuhr: anzupassen für eine kastrierte Katze
Die Kastration verändert die Situation: der Energiebedarf sinkt, aber der Appetit bleibt oft unverändert.
Damit Ihre Katze nicht ständig hungrig ist, achten Sie darauf, dass das Trockenfutter ausreichend Ballaststoffe (8–9 %) enthält, bei gleichzeitig reduziertem Kohlenhydrat- und Fettgehalt.
5. Die Zutatenliste richtig lesen: gute Praktiken
Noch bevor Sie sich die Prozentangaben ansehen, empfehle ich Ihnen, sich anzugewöhnen, die Zutatenliste zu lesen.
Die Zutaten sind nach ihrem Gewicht vor dem Garen geordnet. Die erste Zutat sollte daher eine eindeutig identifizierbare tierische Proteinquelle sein (Huhn, Lachs, Pute …).
Aber Vorsicht bei der Angabe „frisches Fleisch“: Es ist reich an Wasser und kann daher an erster Stelle der Liste stehen, nach dem Garen jedoch weniger Proteine liefern als ein dehydriertes, konzentrierteres Fleisch.
Umgekehrt sollten einige Signale aufmerksam machen:
- Getreide oder Hülsenfrüchte an erster Stelle der Liste,
- vage Angaben wie „tierische Nebenerzeugnisse“, oft von minderer Qualität,
- ein hoher Anteil an pflanzlichen Proteinen.
Mein einfacher Maßstab? Je kürzer und präziser die Liste, desto hochwertiger ist das Futter in der Regel.
Wissenschaftliche Referenzen
- FEDIAF. (2021). Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs (S. 1–98).

